Konzertdetails

Italienisch-jüdisch-mitteldeutsche Perspektiven
Der jüdische Barockkomponist Salomone Rossi (um 1570–um 1639) lebte und wirkte in Norditalien. Seine Werke sind auf der Höhe seiner barocken Zeit und belegen die erstaunliche Qualität der Musikkultur jenseits von Claudio Monteverdi. 1623 veröffentlichte er eine Sammlung »Lieder Salomos« – »Ha-Shirim Asher li-Shelomoh« für 3–8 Stimmen und revolutionierte mit dieser ersten mehrstimmigen jüdischen Musik seinen Kulturkreis. Ebenfalls 1623 erschien, ein paar hundert Kilometer nördlich, Johann Hermann Scheins epochale und nicht minder folgenschwere Werksammlung »Israelsbrünnlein«. In der Begegnung der italienisch-jüdischen mit der mitteleuropäisch-protestantischen Musik entsteht ein faszinierendes Panorama der Kultur des frühen 17. Jahrhunderts mit zum Teil ungewohnten Perspektiven.


Psalmen, Motetten und Gesänge
Werke von Salome Rossi, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz und Johann Hermann Schein

Sarah Perl, Violone
Michaela Hasselt, Orgel

Dresdner Kammerchor | Olaf Katzer, Einstudierung
Hans-Christoph Rademann, Leitung


TERMIN
27.09.2013, 19.30 Uhr, Ulm (Münster)
Ein Konzert im Rahmen der Tage Alter Musik

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