Konzertdetails

Ich schrei(b)e deinen Namen: Freiheit!
Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren bedeutete das Ende millionenfachen Leides, das in der Pogromnacht 1938 einen ersten traurigen Höhepunkt erfahren hatte. Für viele kam das Kriegsende zu spät, weil ihr Leben zuvor ein gewaltsames Ende gefunden hatte. Für die Überlebenden folgte der schmerzvolle Prozess der Erinnerung und das Ringen um einen Platz im kollektiven Gedächtnis. Im Gedenkkonzert für die Opfer der Pogromnacht 1938 erklingen zwei herausragende Werke jener Epoche der Gewalt, die Raum schaffen für ein würdevolles Gedenken an die Opfer. Die Kompositionen von K. A. Hartmann und Francis Poulenc stehen auch für eine künstlerische Reflexion des Leides. Es sind Musik gewordene Positionen voll Friedenssehnsucht und Freiheitsdrang, die auch in der Gegenwart drängende Aktualität beanspruchen können.


Francis Poulenc (1899–1963)
Figure humaine

Heinrich Schütz (1585–1672)
Verleih uns Frieden
Gib unsern Fürsten

Aus: Geistliche Chor-Music 1648

Karl Amadeus Hartmann (1905–1963)
Friede anno 48

Johanna Winkel, Sopran
Philip Mayers, Piano

Dresdner Kammerchor | Olaf Katzer, Einstudierung
Hans-Christoph Rademann, Leitung


TERMIN
08.11.2015, 18 Uhr, Dresden-Bühlau (St. Michael)
Gedenkkonzert für die Opfer der Pogromnacht 1938

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