Konzertrezensionen
06.02.2012
Schwäbisches Tagblatt
Rademann dirigiert Schütz
17 Stimmen, die Rademann zu einem absolut homogenen Klangkörper verschmolz. [...] Das alles war in der Stiftskirche virtuos, strukturenklar bis emphatisch-strahlend zu hören.
TÜK
06.02.2012
Stuttgarter Zeitung
Vielversprechende Visitenkarte
Dabei wäre schon die Tatsache, dass Rademann mit seinem phänomenalen Dresdner Kammerchor hier gastierte, schon ein Grund für einen Konzertbesuch gewesen. Denn die Truppe aus Sachsen gilt als einer der besten Chöre hierzulande. Warum die Dresdner diesen Ruf haben, wurde in dem knapp achtzigminütigen, einhellig bejubelten Konzert schnell deutlich. [...]
Mit leichtem Klang und großer Präzision gestalten die 17 Sänger den figurativen Beginn, machen einerseits die polyfonen Strukturen der Musik deutlich und verschmelzen ihre schlank geführten Stimmen andererseits zu perfekter Homogenität.
[...]
Stufenlos gestalten die jungen Sänger solche groß angelegten Steigerungen, setzen auch mal extreme Kontraste in Sachen Dynamik und Klangfarbe, vor allem wirken sie dabei unangestrengt und mühelos. Und das, obwohl diese Schütz-Kompositionen teils extreme Ansprüche stellen.
Markus Dippold
27.09.2011
Dresdner Neueste Nachrichen
Musikalisch große Stunden
Bachs h-Moll-Messe mit dem Dresdner Kammerchor
Der Kammerchor präsentierte sich in Hochform, in optimaler klanglicher Ausgewogenheit, durchhörbar bis ins Kleinste, beweglich und gestalterisch die Tiefendimensionen des Werkes beleuchtend. Das Publikum in der voll besetzten Annenkirche war sich der Größe der Stunde bewusst. [...] Erst nach Momenten absoluter Stille setzte ein kaum enden wollender Beifall ein.
Mareile Hanns
27.09.2011
Sächsische Zeitung
Musik ohne Glaubenszweifel
Der Dresdner Kammerchor ließ in der Annenkirche Bachs Hohe Messe erstrahlen
Schon das eröffnende "Kyrie", das seine tief reichende Kraft gemessenen Schrittes entfaltete, machte klar: Dirigent Hans-Christoph Rademann suchte in der ausverkauften Annenkirche nach der inneren Flamme. [...] Und einen Glauben stärkten sie [die 2 Stunden des Konzertes] auf jeden Fall: den an die Kraft guter Musik.
Karsten Blüthgen
07.08.2011
Nürnberger Zeitung
Vermächtniswerk mit Abgründen und jubelnder Gloria
Finale der Bachwoche Ansbach
[...] Hans-Christoph Rademann interpretierte in St. Gumbertus Bachs auftragsloses „Vermächtniswerk“ mit Solisten, Dresdner Kammerchor nebst historisch besetztem Barockorchester schlüssig und transparent. Es faszinierten vor allem die vehement einsetzende Chorfuge „Et resurrexit“ und das temporeiche „Osanna“. Das dreiteilige „Kyrie“ reflektierte depressive Abgründe, ehe sich die Szene im jubelnden Gloria aufhellte und den Charakter eines „dramma per musica“ annahm.
Da regierte ein Kunstwille, der kompromisslos der Erhabenheit des Werkes diente und den Monumentalcharakter früherer Ansbacher Aufführungen vergessen ließ, ebenso jeglichen historisch puristischen Ansatz mied. Biegsam geriet die Tongebung. Sie wirkte rhythmisch durchpulst, auch tänzerisch inspiriert. [...]
Egon Bezold
11.07.2011
Dresdner Neueste Nachrichten
Reduktion auf Einfaches
Pärt und Mahler mit der Dresdner Philharmonie
[...] Immensen Anteil an dieser Wirkung [von meditativer Ruhe bis zu ekstatischen Ausbrüchen] hatte der Dresdner Kammerchor (einstudiert von Jörg Genslein), der sich erneut als der Konzertchor für die schwierigen Fälle erwies: Klang braucht kein Vibrato, aber Sicherheit, und so sang der Chor in seiner gar nicht großen Besetzung mühelos über dem vollen Orchester. [...]
Hartmut Schütz
11.07.2011
Sächsische Zeitung
Einen guten Job gemacht
[...] Überstrahlt wurde die Wahlwienerin [Angelika Kirchschlager] aber vom Dresdner Kammerchor, der [...] zwei Vokalwerke folgen ließ, die Pärt 2002 vollendet hat, zwie sakrale Stücke, denen die Dresdner ein fast schon überirdisches Leuchten verliehen.
Jens-Uwe Sommerschuh
20.06.2011
Sächsische Zeitung
Mozart stark aufgefüllt
Sächsische Staatskapelle und Dresdner Kammerchor zelebrieren die c-Moll-Messe in spekulativer Langfassung.
Gedacht war das Frauenkirchkonzert als Abschiedsauftritt für Sir Charles Mackerras auf dem europäischen Festland. Doch der Australier starb letzten Sommer 84-jährig in seiner Wahlheimat London, und so avancierte die Aufführung von Mozarts c-Moll-Messe mit der Staatskapelle und dem Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Sir Roger Norrington zum Gedenkkonzert.
Mozart hat das Werk, das die übliche Dimension eines Messgottesdienstes gesprengt hätte, nicht vollendet. Es wurde 1783 in Salzburg wohl als Kyrie-Gloria-Messe aufgeführt, ohne die Teile vom Credo an – eine gängige Praxis.
Das, was Mozart dazu noch hinterlassen hat, zwei Sätze des Credo und ein auf etwa drei Minuten angelegtes Sanctus, ist immer wieder behutsam komplettiert worden. Die meisten seriösen Versionen (Eder/Bärenreiter, Landon/Peters) bleiben unter 50 Minuten. In Dresden erklang nun die um eine halbe Stunde längere „ergänzte Fassung“ von Robert D. Levin, der fünf Credo-Sätze, ein Agnus Dei und ein Dona Nobis Pacem hinzufügte, wobei er sich an Mozarts frühen Messen und der Kantate „Davide penitente“ orientierte.
Das Resultat kann einen Spannungsabfall in der zweiten Hälfte nicht verleugnen. Levins „liturgische Vollversion“, von der Mozart warum auch immer absah, mag interessant sein, doch geht die spekulative Auffüllung hörbar zulasten der Substanz.
Die Akteure konnten dafür freilich nichts. Die Staatskapelle, die dank Norrington nahezu ohne Vibrato spielte, faszinierte mit schlanker, vitaler Tongebung und hoher Transparenz. Der Kammerchor bot eine überragende Vorstellung, als früher Höhepunkt erwies sich das doppelchörig angelegte Qui tollis mit aus zarter Sanftheit erwachsender atemberaubender Suggestion. Gleichwohl die Solisten, vor allem Sopranistin Christina Landshamer, die kurzfristig für die erkrankte Dorothee Mields eingesprungen war, durchaus zu überzeugen wussten, blieben sie doch im Schatten der hinreißenden Chordarbietung
Jens-Uwe Sommerschuh
24.05.2011
Sächsische Zeitung
Neuer Juwel der Gegenwart
Der Dresdner Kammerchor beschenkt sich und das Kreuzkirchen-Publikum mit Mendelssohns „Paulus“.
Sonntagnachmittag in Dresden. Vor der Kreuzkirche sind mächtige Schlangen gewachsen, als sei die Zeit des Weihnachtsoratoriums gekommen. Doch das Publikum wartet, während sich der Himmel grollend verdunkelt, auf „Paulus“. Unter diesem Titel hatte Felix Mendelssohn Bartholdy 1836 sein erstes Oratorium veröffentlicht. Ein „Juwel der Gegenwart“ nannte Schumann das gut zweistündige Werk. Nach einer Flaute steht der klangschöne, an Chornummern reiche „Paulus“ seit einigen Jahren wieder hoch im Kurs. Und dieser Kurs dürfte mit dem Jubiläumskonzert „25Jahre Dresdner Kammerchor“ weiter gestiegen sein.
Ein Gewitter draußen käme gelegen, mochte man meinen angesichts der dramatischen Story des Saulus von Tarsus, der als Paulus zum Apostel Christi wird. Dass dieser Effekt dann doch ausblieb, dürfte niemandem aufgefallen sein. Zu sehr fesselte, was sich im Altarraum abspielte. Da sang der Dresdner Kammerchor – zahlenmäßig ungewöhnlich, aber angemessen stark, künstlerisch auf gewohnt starkem Niveau. Da formten Mitglieder von Sächsischer Staatskapelle und Dresdner Philharmonie ein glänzend disponiertes Orchester. Da fanden sich Anna Prohaska, Christa Mayer, Lothar Odinius und René Pape zu einem Solistenquartett, das man sich farbiger, einnehmender nicht wünschen konnte.
Hans-Christoph Rademann am Pult überließ von der instrumentalen Einleitung weg kein Detail dem Zufall. Ein Beben im strengen Fugenbau sorgte für erste Spannung, der zentrale Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ war von Anbeginn zugleich Symbol für einen Weg harter Konfrontationen. Fortan entfaltete der Chorleiter das Geschehen in packenden Stimmungen und plastischen Übergängen. Ob entfesselte Dramatik („Steiniget ihn!“) oder wunderbar gedämpfter Choral – der Chor wurde seiner tragenden Rolle bestens gerecht.
Der Dresdner Kammerchor hat mit stilistischer Vielseitigkeit, Ausdrucksstärke und klanglicher Brillanz Geschichte geschrieben. Oft war das Material sperriger als dieser romantisch wohllautende Mendelssohn. Doch auch das Jubiläumskonzert lebte von einem Höchstmaß an Konzentration, Präzision und Werktreue. Am Ende gab es Rosen für jeden Musiker und stehende Ovationen.
Karsten Blüthgen
24.05.2011
Dresdner Neueste Nachrichten
Geburtstagsfeier mit Mendelssohn
Mit seinem oratorischen Erstling „Paulus“ – uraufgeführt zum Rheinischen Musikfest 1836, auch an einem 22. Mai – hat Felix Mendelssohn Bartholdy ein sehr persönliches, bekenntnishaftes Werk geschaffen. Er war kurz vorher zum Protestantismus konvertiert und fühlte sich musikalisch ganz in der Nachfolge Bachs und Händels. Wenn man es schafft, das Oratorium um die Wandlung des Saulus zum Paulus unsentimental und dennoch gefühlsdicht, strukturell durchhörbar und dennoch von üppiger Klanglichkeit geprägt aufzuführen, dann ist es auch heute noch ein großes, nahe gehendes Erlebnis.
Im Jubiläumskonzert in der Kreuzkirche wurde der Dresdner Kammerchores unter Hans-Christoph Rademann diesen Ansprüchen ohne Einschränkung gerecht.
Wer hätte bei dem Spitzenensemble, das seinen 25. Geburtstag feierte, anderes erwartet! Die maximale Ausgewogenheit und Flexibilität des Chores ist anerkannt, belastbar und von geradezu berauschender Klangschönheit. Rademann versenkte sich mit Akribie und Fingerspitzengefühl in das Geflecht eigenwillige Farbigkeit. Sein auf geschmeidige Tonführung und höchste Ausdrucksstärke bedachter Chor war ihm dabei der denkbar beste Partner. Ob es nun auf den Punkt gebrachte, dramatische Szenen („Steinigt ihn“) oder schlichte Choräle oder diffizile Fugen waren, der Dresdner Kammerchor kam mit allem bestens zurecht. Exquisite, orchestrale Feinheit boten Dresdner Orchester. Beispielhaft seien nur die pikanten Flötengirlanden von Sabine Kittel im Chor „Seid uns gnädig, hohe Götter“ und das sensible Agieren Simon Kalbhenns am Solocello in der schönen Tenorkavatine „Sei getreu bis in den Tod“ genannt. Die Evangelistenworte sind bei Mendelssohn auf Sopran und Tenor verteilt. Lothar Odinius präsentierte sich als stimmlich wundervoll und klug gestaltender Vertreter seines Fachs. Und Anna Prohaska kennenzulernen, erwies sich in jedem Fall als Bereicherung – intensiv und abwechslungsreich im Ausdruck, schlank in der Stimmführung, sehr individuell. Mit sanftem Schmelz bezauberte sie in der „Jerusalem“-Arie. Die Altpartie für Christa Meyer war leider nur kurz. Aber mild und ebenmäßig schön sang sie ihre „Damaskus“-Arie.
Die eindrucksvolle Wandelbarkeit von René Pape in der Titelpartie muss man erlebt haben, zornbebend in „Vertilge sie, Herr Zebaoth“, von innen heraus flehend „Gott, sei mir gnädig“, von großer Ausstrahlung „Ihr Männer, was macht ihr da?“ und schließlich zutiefst resignativ am Ende. Papes edel strömender, profunder Bass an dieser Stelle war ein Ereignis für sich!
Eine lebhafte, präzise gestaltete Lobgesangsfuge stand am Schluss, bevor das Publikum in langen Applaus ausbrach. Mit diesem grandiosen Konzert machten sich der Dresdner Kammerchor und sein Chef selbst das schönste Geschenk – auf die nächsten fünfundzwanzig Jahre!
Mareile Hanns
28.02.2011
Dresdner Neueste Nachrichten
Ideen und Wirkungen
Abschluss der Chorwerkstatt, für Neue Musik
Ideen und Wirkungen
Abschluss der Chorwerkstatt, für Neue Musik
Die ehrliche Begeisterung von Chorleiter Hans-Christoph Rademann über das Ergebnis von einer Woche Arbeit bei der 2. Dresdner Chorwerkstatt für Neue Musik im Festspielhaus Hellerau war nur zu begründet: Mit zwei Chören, deren musikalische Ausrichtung unterschiedlicher kaum sein könnte - dem Chor „OREYA" aus der Ukraine und dem Dresdner Kammerchor - und einer großen Zahl von Teilnehmern der Chorwerkstatt ein neues Stück umzu setzen, das sich gängigen Aufführungswegen entzieht und eher eine Gruppenimprovisation im Großformat ist, ist eine künstlerische Leistung von besonderem Rang. Doch das ist der äußere Rahmen. Eine Woche lang hatten die Sängerinnen und Sänger zwei neue Kompositionen von Charlotte Seither (geb. 1965) und Hans-Joachim Hespos (geb. 1938) erarbeitet, hatten sich mit Theoretischem dazu befasst, Bewegungsstudien mit der amerikanischen Choreografin Sommer Ulrickson getrieben, die Stadt Dresden als Musikort erkundet und geprobt. Doch das sind Interna.
Die Idee von „mehrCHörigkeit", sich mit aktuellen Formen von mehrchöriger Musik zu befassen, entsprang der Erfahrung, dass diese Mehrchörigkeit derzeit vernachlässigt wird, so Olaf Katzer, der für die Konzeption der Chorwerkstatt verantwortlich zeichnete. Im Auftrag waren zwei Stücke entstanden, die diese Fehlstelle füllen wollten und im Abschlusskonzert der Werkstatt ihre Uraufführung erlebten. Die Inspiration zu „Haut terrain" erhielt Charlotte Seither nach eigener Aussage durch ein Konzert des Dresdner Kammerchors mit Musik von Heinrich Schütz. In der Konzerteinführung erläuterte sie zu ihrer Komposition, den harmonischen Raum darin eng zu halten, dafür die Polyphonie stark auszuweiten. Das Stück ist zwölfstimmig-zwölfchörig, nannte es Rademann - und bedient sich klarer, sich stetig verändernder Klänge, eingeworfener Silben, Geräusche. Doch so bemerkenswert schön der Dresdner Kammerchor „Haut terrain" darbot, so unbefriedigend blieb die Wirkung. Die Raffinesse der kompositorischen Struktur lässt sich schlicht beim Hören nicht erschließen, und so verharrt die Musik hörbar in Ähnlichkeiten und man ahnt einen Irrtum, dem die Komponistin aufgesessen scheint. Nicht die Struktur macht das Werk interessant: Was bei Heinrich Schütz der Aussage zur Wirkung veii-Anleihen genommen
Klammerte Seither solche emotionale Wirkung aus, suchte „QUIXX" von Hans-Joachim Hespos die Darstellung von Emotionen den Ausführenden anzuvertrauen. Der größte Teil des Stücks verlange die Eigeninitiative der Sänger, bemerkte Rademann vorab. Der Untertitel „doppelchorige gesanges-raum-athmungen" präzisiert die Idee: raumgreifend und vielstimmig unter Einsatz aller Mittel von Stimme und Körper den Ort zu bespielen. Toben, tanzen, pfeifen, singen, summen, schreien, agieren. Die Intensität und Geschlossenheit der Aufführung konnte über Anleihen nicht hinwegtäuschen: Musikalisch haben Hambraeus oder Ligeti, tänzerisch nicht nur Pina Bausch manches schon vor Jahrzehnten und weitaus komplexer geboten. Der Gedanke drängte sich auf, dass in der Kombination kostbares Gelände, das derzeit vom trivialen Film in der dritten Dimension des Bildes samt Surround-Sound besetzt gehalten wird, für die Bühne zurückerobert werden solle. Dabei war die Reihung der unterschiedlichen Abschnitte öfter vorhersehbar und in der als Finale offerierten Reprise blieb die Musik seltsam konventionell. Von den Chören verlangte das Stück in der stimmlichen wie körperlichen Verausgabung das Letzte, aber Chorsänger können nicht in all dem Geforderten restlos überzeugen. Ein Stück als der besonders aufwendige Kompromiss. seiner eigenen Idee.
Der Chor „OREYA" unter Leitung von Alexander Vatsek sang zwischen beiden Uraufführungen Stücke von Valentin Silvestrov (geb. 1937; Vater unser), Alfred Schnittke (1934-1998; aus: Drei geistliche Gesänge) und Viktor Stepurko (geb. 1951; aus: Die Erschaffung de Welt). Es war nicht nur die unmittelbare Art der Tongebung, die einen sofort für diese Aufführungen einnahm. Der. Chor kennt keine stilistischen Grenzen und setzt traditionellen Gesang neben Geräuschen, Gesten und im Raum verteilten Stimmen mit Selbstverständlichkeit ein. Alles darin will als Ergebnis die emotionale Wirkung. Wie groß die musikalische Bandbreite auf diese Art sein kann, ließen Alexander Vatsek und „OREYA" in etlichen Zugaben von Volksliedern bis zu reiner Unterhaltungsmusik hören.
Den reichhaltigen Erfahrungen aus der Werkstattarbeit für die Choristen stand die Erfahrung des Abschlusskonzerts für den Konzertbesucher gegenüber, der zwangsläufig die Kenntnis vom inneren Gerüst des Arbeitsprozesses entbehren muss. Und da blieb ein Manko in der Wirkung beider uraufgeführter Werke, denn für den Hörer ist allein erfahrbar, was nach der Erarbeitung von deren Gehalt bei ihm anlang.
Hartmut Schütz