Konzerte

Schwanengesang

Wie es war im Anfang
Nur selten lässt eine Komposition sich biografisch erklären. Doch kommt man bei manch einer Musik nicht umhin, ihre besondere Aura mit dem Lebensabend ihres Schöpfers in Verbindung zu bringen. In der h-Moll-Messe Bachs ist dies ebenso der Fall wie in Mozarts Requiem; in dieser Linie steht auch das Opus Ultimum von Heinrich Schütz. Das Herzstück der als Schwanengesang bekannten Werkgruppe von 1671 ist der 119. Psalm, ein Lobgesang des Königs David. Schütz schlägt in seiner Vertonung durch die Mehrchörigkeit musikalisch die Brücke zurück zu den Psalmen Davids, die er 1618 herausgab. Zwischen beiden Werken liegt die Spanne eines halben Jahrhunderts – fast ein ganzes Leben, in dem Heinrich Schütz, der Europäer, zum Vater der deutschen Musik avancierte. Zum Saisonfinale im Reformationsjahr 2017 sind Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor mit zwei Konzerten im Münster Heilsbronn zu Gast.


Heinrich Schütz (1585–1672)
Schwanengesang SWV 482–494

Dorothee Mields, Gerlinde Sämann, Sopran
David Erler, Stefan Kunath, Altus
Georg Poplutz, Tobias Mäthger, Tenor
Martin Schicketanz, Felix Schwandtke, Bass

Dresdner Kammerchor
Hans-Christoph Rademann, Leitung


TERMIN
Di 01.08.2017, 15:30 Uhr, Heilsbronn (Münster)
im Rahmen der Bachwoche Ansbach


Tickets
Tickets und Infos unter www.bachwoche.de

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