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Heinrich Schütz: Becker-Psalter

Heinrich Schütz –
Becker-Psalter


Schütz‘ kunstfertige Vertonung der deutschen Psalmen des Leipziger Theologen Cornelius Becker erscheint passend zum Reformationsjahr. In dieser 15. Folge der Schütz-Gesamteinspielung zeigen Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor, wie farbenreich und vielfältig schlichte Kirchenchoräle musiziert werden können.

Eigentlich hatte Cornelius Becker (1561–1604) seine deutsche, kunstvoll gereimte Übertragung der Psalmen so eingerichtet, dass die Verse auf die Melodien bekannter Luther-Choräle gesungen werden konnten.
Heinrich Schütz jedoch gab jedem Psalm musikalische Individualität, als er den „Beckerschen Psalter“ in Musik setzte: Er komponierte eigene Melodien und vervollständigte sie jeweils zum vierstimmigen Liedsatz. Bis 1661, also im hohen Alter von 76 Jahren, hatte er die Sammlung fertiggestellt.
Gemessen an den Druckauflagen im 17. und frühen 18. Jahrhundert ist der Becker-Psalter sogar das erfolgreichste Werk des Dresdner Hofkapellmeisters. Seine starke Verbreitung prägte die protestantische Kirchenliedtradition in höchstem Maße und noch heute sind die Lieder vielen Kantoreien und Kirchenchören vertraut.

Mit seinen versierten Sängerinnen und Sängern entfaltet Rademann ein abwechslungsreiches Spiel aus Chortutti, Solostimmen und solistisch besetzten Ensembles, ergänzt um ein farbenreiches Continuo sowie Violine und Zink.
Der Querschnitt auf der vorliegenden CD orientiert sich an der Psalmen-Auswahl, die Schütz für seine „Psalmen Davids“ machte – entstanden ist quasi eine Schwestern-CD zu diesen prächtigen, mehrchörigen Werken.

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